Typisch für Ende Januar: Die Neujahresvorsätze, z.B. mehr Sport, werden wieder verworfen.
Gesellschaft,  Sport

Reaktion auf verworfene Jahresvorsätze: Tausende Fitnessstudios werden in Wellnessstudios umfunktioniert

Nach dem Motto „Der Kunde ist König“ haben die Betreiber tausender deutscher Fitnessstudios ihre Sporthallen in Wellnessbereiche verwandelt. Man passe sich damit den Kunden an, die ihre Jahresvorsätze verworfen hätten und sich nun im kalten Winter gerne mal etwas Wellness gönnen würden.

Friedrich Lange, Inhaber von McWell (früher: McFit), berichtet von massiven Umbaukosten. Problematisch sei unter anderem, neue Abnehmer für die Fitnessgeräte zu finden. „Die Studios wollen alle ihre Geräte loswerden und zu Hause will sich das doch auch keiner antun“.

Auf der anderen Seite sei es nicht von heute auf morgen getan, einen kompletten Wellnessbereich aus dem Boden zu stampfen. Zum Glück habe man allerdings noch einige kräftige Mitarbeiter, die zuvor im Fitnessbereich gearbeitet hätten. Diese könnten nun ihre letzten Kraftreserven einsetzen und mächtig mit anpacken, da sie nach dem Umbau ohnehin keinen Job mehr hätten.

Lars Bebok ist einer dieser ehemaligen Fitnesstrainer. Er hat aber schon eine Vision, wie es für ihn und den Fitnessbereich weitergehen soll. Bebok wolle nun als Fitness-YouTuber durchstarten und so wieder einige Fans für den Sport gewinnen.

Schlimmstenfalls würde er einfach bis zum nächsten Jahresbeginn abwarten, berichtet er. „Dann haben sich die ehemaligen Kunden über Weihnachten einige zusätzliche Kilos angefressen und nehmen sich für das neue Jahr vor, wieder regelmäßig ins Fitnesstudio zu gehen. Für mich ist das die schönste Zeit“.

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