Gibt es keine schwulen Fußballer?
Gesellschaft,  Sport

Wissenschaftler ratlos: Trotz hoher statistischer Wahrscheinlichkeit ist kein Fußballspieler homosexuell

Dem fünf Mann starken Forscherteam der University of Oxford glühen die Köpfe. Sie sind einer Anomalie in Bezug auf Homosexualität im weltweiten Fußball auf der Spur. Obwohl es ihrer Hochrechnung zufolge zahlreiche homosexuelle Fußballspieler geben müsste, bekennt sich öffentlich kein aktiver Profi dazu. Um dieses Phänomen näher zu beleuchten, wollen Sie sich nun erst einmal auf die Spieler der deutschen Fußball-Bundesliga konzentrieren.

Knapp 500 Spieler stehen bei aktuellen Fußball-Bundesligisten unter Vertrag, 418 davon kamen in der Hinrunde der Saison 2018/2019 zum Einsatz. Eine repräsentative Studie kam 2016 zu dem Ergebnis, 7,4 Prozent der Deutschen sei homosexuell. Wenn wir nun mal von sieben Prozent ausgehen – kann das dann wirklich hinkommen, dass es auf keinen Spieler der Bundesliga zutrifft?

Was sich nach einer klassischen Matheaufgabe der AfD anhört, hat bei dem Forscherteam für ordentliches  Kopfzerbrechen gesorgt. Da sie zum letzten Mal Prozentrechnung in der Schule gehabt hatten, baten sie einen Achtklässler um Hilfe, der diese Aufgabe (für zwei Becks Ice und dem Passwort für den Netflixaccount von einem der Forscher) in Sekunden löste. Wenn man von 418 Spielern ausgeht, ist das Ergebnis 30.932. 

Statistisch gesehen müssten demnach also zumindest 30 Fußballspieler, die in dieser Bundesliga-Saison zum Einsatz kamen, schwul sein. Bekannt hat sich allerdings niemand.

Für den ehemaligen Fußballspieler Paul Steiner ist die Sache klar: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schwule Fußball spielen können“. Da die Forscher jedoch kein Fußball-Gen fanden, nahmen sie erst einmal Abstand von dieser Theorie.

Man könnte nun meinen, dass sich homosexuelle Fußball-Profis aus Angst vor Diffamierung einfach nicht outen würden. Wie alle Fanclubs auf Anfrage bestätigten, beziehen sich sämtliche homophonen Sprechgesänge aber ausschließlich auf Spieler des gegnerischen Teams. Zudem gebe es sogar Parolen, mit denen man die Solidarität mit Homosexualität ausdrücke. Ein Beispiel hierfür sei „Schwulenliebe ist okay – Erfurt, Lok und HFC“.

Ein Kommentar

  • Frank Bäumer

    Super Artikel. Aber da sieht man mal wieder, wie viel Geld für Studien rausgeschmissen wird, obwohl das gar nicht nötig wäre.

    Wir sind uns ja wohl einig, dass Fussballer auf Bälle stehen, oder?

    🙂 🙂
    Frohes Neues Jahr….

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